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Irmgard Flügge-Lotz geb.: 16.07.1903 in Hameln gest.: 22.05.1974 in Stanford/USA |
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| Privates Schule und Beruf Mathematische Leistungen Bücher und Artikel | ||
| Privates | ||
| "Ich wollte Leben führen, das nie langweilig sein sollte - ein Leben, in dem immer wieder neue Dinge passieren sollten".
Irmgard Flügge-Lotz kommt 1903 als Tochter des Journalisten Osark Lotz und seiner Frau Dora zur Welt. In der Verwandschaft der Mutter gibt es Bauingenieure und schon als Kind beginnt sie, sich für den Bau zu interessieren, weil sie oft zu Baustellen mitgenommen wird. Während des ersten Weltkriegs ist ihr Vater einige Jahre in Belgien beschäftigt. Und weil der Ernährer der Familie für diesen Zeitraum ausfällt, verdient sie den Lebensunterhalt durch Nachhife in Mathematik und Latein fast alleine. Als der Vater bei schlechter Gesundheit zurückkehrt, setzt sie die finanzielle Versorgung der Familie weiterhin fort. 1938 heiratet sie Wilhelm Flügge, einen Ingenieur aus Göttingen. 1944 ziehen sie gemainsam in eine Gegend von Deutschland, die nach dem zweiten Weltkrieg Teil von Frankreich wird. Daraufhin werden beiden Positionen im "Nationalen Büro für Luftfart-Forschung" in Paris angeboten. 1948 erhalten sie ein weiteres Angebot aus Stanford in den USA und nehmen es auch an. Am 22. Mai 1974 verstirbt Irmgard Flügge-Lotz in Stanford/USA. |
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| Schule und Beruf | ||
| Irmgard Flügge-Lotz besucht aufgrund der Journalistentätigkeit ihres Vaters verschiedene Schulen in Frankenthal, Mönchen-Gladbach und Hannover. Nach Beendigung ihrer Schulzeit geht sie zur Technischen Universität in Hannover, wo sie Mathematik und Ingenieurwissenschaften studiert. Sie erhält 1927 ihren ersten Universitätsabschluß und promoviert 1929. In dieser Zeit hat sie einen Vollzeit-Job als Lehr-Assistentin für Praktische Mathematik und Beschreibende Geometrie. Danach wechselte sie zum Aerodynamischen Forschungszentrum in Göttingen. Ein weiterer Wechsel 1944 führt sie zum Nationalen Büro für Luftfahrt-Forschung in Paris und ab 1948 nach Stanford in den USA, wo sie 1961 als erste Frau zur Professorin für Ingenieurwissenschaften ernannt wird. Sie erhält viele Ehrungen. So wird sie zum Beispiel 1971 ausgewählt, den von Kármán-Vortrag vor dem Amerikanischen Institut für Luft- und Raumfahrt zu halten. 1973 erhält sie einen Ehrengrad der Universität Maryland. |
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| Mathematische Leistungen | ||
| Promotion zum Thema "Mathemathische Theorien im Bereich der Wärmeleitung kreisförmiger Zylinder" 1929.
An der Universität Göttingen wendet sie ihre guten Kenntnisse im Lösen von Differentialgleichungen an, um ein wichtiges Problem zum Thema der "Verteilung des Auftriebs bei Flügeln" zu lösen. Dazu veröffentlichte sie 1931 die heute bekannte "Lotz-Methode". Nach dem Umzug nach Stanord in die USA unternimmt Frau Flügge-Lotz Forschungen auf dem Gebiet der Grenzschichtproblematik der Strömungsdynamik unter Verwendung numerischer Methoden. Ihre Pionierarbeit beinhaltete sowohl endliche Differenz-Methoden als auch die Benutzung von Computern. Weiterhin arbeitet sie auf dem Gebiet der automatischen Regelungstechnik und veröffentlicht wichtige Arbeiten zu diesen Themen: 1953 "Unstetige Automatische Kontrolle" und 1958 "Unstetige und Optimale Kontrolle". |
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| Bücher und Artikel | ||
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